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Title: Vierzig Jahre aus dem Leben eines Toten. Band 1 / Hinterlassene Papiere eines französisch-deutschen Offiziers
Author: Johann Konrad Friederich
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Tags: Historisches
Serie: Vierzig Jahre aus dem Leben eines Toten (Johann Konrad Friederich) (#1)
Publisher: Egon Fleischel & Co.
Vierzig Jahre aus dem Leben eines Toten. Band 1
Untertitel: Hinterlassene Papiere eines französisch-deutschen Offiziers
Autor: Johann Konrad Friederich
Bearbeitung: Ulrich Rauscher
Herausgeber: Egon Fleischel & Co.
Veröffentlicht: 1916
eBook erstellt: 2019-11-17
Quelle: Project Gutenberg
Aber die Abenteuer des Toten spielen sich im Rahmen napoleonischer Heerzüge
ab! Es sind Feldpostbriefe aus einer Zeit, wo die Kriegsschauplätze so
zahlreich waren wie heute. Allerdings muten uns diese Kämpfe, neben dem
eisernen, zerfleischenden Ringen von heut, wie Scharmützel an, die mehr
jugendlichem Tatendrang als weltgeschichtlicher Notwendigkeit zu entstammen
scheinen. Seltsam liest sich die bunte Schilderung des Kleinkriegs am Ende des
italienischen Stiefels, Sizilien gegenüber, wo die Engländer in schöner
Skrupellosigkeit Tag und Nacht neapolitanische Banditen an Land setzen und mit
ihrer Flotte den Franzosen das Leben sauer machen. Die Freunde von heute
benutzten damals schon Mittel gegeneinander, die sie heut kräftig miteinander
gegen uns ins Werk zu setzen trachten, und gaben einander an Sorglosigkeit in
der Wahl der Kampfmethoden nichts nach; das beweist vor allem die ausführliche
Schilderung der Land- und Seeschlacht bei Toulon. Aber viel interessanter ist
noch der Einblick in das Napoleonische Weltgebäude, das wir in der großen
Geschichte sozusagen nur in der Verschalung kennen lernen, während es hier
bloßgelegt wird, mit dem Wurm im Gebälk und flüchtig nur aufgenagelten Sparren …
(aus der Einleitung)
Inhalt
- Einleitung.
- I. Eine Taufe. – Frau Rat Goethe. – Voltaire in strengem Arrest zu Frankfurt am Main; seine Perücke. – Der erste Luftschiffer in Deutschland. – Sonderbarer Zwischenfall. – Blanchard werden fürstliche Ehrenbezeigungen zuteil.
- II. Kleinkinderjahre mit großen Episoden. – Die letzte deutsche Kaiserkrönung (Franz II.). – Die französischen Emigranten. – Die Frankfurter Juden. – Der alte Rothschild und sein Vater.
- III. Die Neufranken in Frankfurt. – Cüstine. – Die Kontribution. – Die Mainzer Revolution.
- IV. Wiedereinnahme Frankfurts durch die Preußen und Hessen. – Franzosen durch den Pöbel niedergemacht. – Schreckliche Lage der Frankfurter Abgeordneten zu Paris, aus der sie mein Oheim befreit. – Eindruck, den die Nachricht von der Hinrichtung Ludwigs XVI. macht.
- V. Aufenthalt des Königs von Preußen und seiner Garde in Frankfurt. – Spielwut der Offiziere. – Ein Jude muß einen Wechsel fressen. – Eine Entführung. – Errichtung einer stehenden Bühne in Frankfurt. – Die erste Vorstellung der Zauberflöte erregt ungeheures Aufsehen. – Abermalige Belagerung Frankfurts (1796). – Die Stadt wird mit glühenden Kugeln beschossen. – Niederbrennen der Hälfte des Judenquartiers. – Frankfurter Zustände jener Zeit. – Meine schöne Cousine. – Eine Scheidung. – Eine Hochzeitsreise mit Unannehmlichkeiten in Stuttgart.
- VI. Das Institut zu Homburg vor der Höhe. – Die Flegeljahre. – Homburg und seine Umgebungen. – Der Hof. – Eine Schweinsjagd im Schloßgarten und eine Schildwache im Teich. – Eine kaiserliche Stecknadel.
- VII. Das Pensionat zu Offenbach. – Die Gebrüder Bernard. – Eine große Prellerei. – Das Puppenspiel. – Der Konfirmationsunterricht. – Schinderhannes gefangen und hingerichtet. – Allerlei Amoretten. – Ich will mich schlechterdings dem Theater widmen. – Eine Reise nach Weimar. – Goethe und Schiller.
- VIII. Abermaliger Aufenthalt in Homburg vor der Höhe. – Diverse Amoretten. – Ich gebe den Schauspieler auf, um Soldat zu werden. – Glänzende Folgen einer Ohrfeige. – Eine Hanauer Zopfparade. – Ich trete in französische Dienste.
- IX. Mainz; seine Geschichte. – Ich werde zu dem Regiment Y. versetzt. Formation desselben. – Die Familie Jung. – Die Mitternachtsmessen. – Eine tödliche Krankheit. – Das Regiment erhält Ordre, nach Toul zu marschieren. – Ich gehe zu meiner Wiederherstellung auf Urlaub. – Chasttelers Mätresse, und eine Nacht im Bären. – Napoleon hält eine Revue in Mainz. – Ich bekomme einen Transport Rekruten nach Toul zu führen.
- X. Marsch von Mainz nach Toul. – Abscheuliche Zusammensetzung des Transports. – Oppenheim. – Worms. – Desertion und Diebereien. – Die Pfalz. – Dürkheim. – Kaiserslautern. – Die Familie Karcher. – Landsstuhl. – Homburg. – Saarbrücken. – Eine getröstete Strohwitwe. – St. Avold. – Courcelle. – Ein schmutziger Vorfall. – Metz. – Ich werde in das Militärgefängnis gesetzt. – Spitzbübereien des Quartiermachers. – Die Sehenswürdigkeiten von Metz. – Pont à Mousson. – Ankunft in Toul.
- XI. Die Garnison zu Toul. – Ich werde Kadett-Sergeant. – Schlechte Administration und Organisation des Regiments. – Schlimmer Ruf desselben. – Aufstand wegen des Handgeldes. – Deutsches und französisches Liebhabertheater. – Nancy. – Eine Entführung. – Ich werde Vorleser beim Fürsten und erhalte Arrest. – Ein Duell im Mondschein. – Eine Klopffechterei. – Abmarsch nach Avignon.
- XII. Colombey. – Neufchateau. – Ein greulicher Vatermord. – Montigny. – Komisches Mißverständnis. – Langres. – Dijon. – Chalons sur Saone. – Wasserfahrt auf dem Coche d’Eau. – Eine Nacht in Macon. – Lyon. – Ein vereitelter Gaunerstreich und beigelegtes Duell. – Das Regiment wird auf der Rhone eingeschifft. – Vienne. – Condrieux. – Schiffbruch unter der Brücke St. Esprit. – Orange. – Avignon. – Aufenthalt daselbst. – Die Insel Bartelasse. – Villeneuve. – Madame Croizet und die Prozession. – Eine Tour nach Vaucluse. – Ewiger Friede. – Eine gefährliche Überrumpelung. – Abmarsch nach Montpellier. – Tarascon. – Böses Volk. – Eine entwaffnete Wache. – Ein Schäferturnier. – Nimes. – Lünel. – Montpellier.
- XIII. Die Garnison zu Montpellier. – Der Peyron. – Furcht der Soldaten vor der medizinischen Fakultät. – Die Einwohner. – Meine Hausdamen. – Demoiselle Verteuil. – Fürst Y. mein Nebenbuhler. – Ich falle in Ungnade. – Die Fahnenweihe. – Der souveräne Fürst in strengem Arrest. – Folgenschwerer Ritt nach Cette. – Nächtliche Spazierfahrt auf der See. – Auch ich in strengem Arrest und verliere meinen Grad als Sergeant. – Ich werde Unterleutnant. – Abmarsch nach Toulon. – St. Remy. – Orgon. – Aix. – Das Fronleichnamsfest daselbst. – Arles. – Toulon. – Stadt und Hafen. – Das Arsenal. – Die Galeerensklaven. – Wiedereinnahme von Toulon durch die Republikaner (1793). – Bonaparte tut sich zuerst hervor. – Verbrennung der französischen Flotte und des Arsenals. – Verheerung der Stadt. – Rauferei mit einem Marine-Offizier. – Ein Skandal im Theater. – La Seine. – Die Familie Guige. – Eine Hochzeit auf der Insel Porquerolles. – Abmarsch nach Genua.
- XIV. Marsch von Toulon nach Genua. – Lüc. – Frejus. – Cannes. – Die lerinischen Inseln. – Madame Grenet. – Nizza. – Landsleute. – Seefahrt von Nizza nach Genua. – Finale. – Savona. – Der Anblick Genuas vom Golf aus gesehen.
- XV. Beschreibung Genuas. – Besuch bei einem Grafen Fiesco. – Ein sauberer Kanonikus. – Soiree bei Dorias. – Ein italienischer Sprachlehrer. – Die Marchesa P... und ihr Cicisbeo. – Signora Peretti. – Mozarts Don Juan wird zuerst durch mich in Genua bekannt. – Die Militärmessen. – Komisches Mißverständnis. – Ein gefälliger Gitarre-Lehrer. – Ein Mordanfall. – Maskenfest bei Dorias mit einer Episode. – Abmarsch von Genua.
- XVI. Marsch von Genua nach Mola di Gaëta. – Beschwerliche Märsche durch das Gebirge. – Der Anblick von Italiens Ebenen. – Parma. – Reggio. – Modena. – Bologna. – Eine liebenswürdige Advokatenfamilie. – Faenza. – Forli. – Cesena. – Rimini. – San-Marino. – Sinigaglia. – Loretto. – La Casa-Santa und ihre Schätze und Reliquien. – Macerato. – Foligno. – Spoleto. – Terni. – Der Wasserfall. – Narni. – Civita-Castellana. – Roms Umgebung. – Ein Tag in Rom. – Marsch nach Mola di Gaëta. – Besitznahme des Königreichs Neapel durch die Franzosen.
- XVII. Die Belagerung von Gaëta. – Mola di Gaëta. – Abmarsch nach Neapel. – Sessa. – Ein Dominikanermönch verführt zwei Korporale. – Capua. – Aversa. – Neapel. – Vetter Moritz. – Der neue König und seine Regierung. – Das Blut des heiligen Januarius wird zugunsten der Franzosen flüssig. – Scheußliche Exekutionen. – Der Vesuv speit Feuer. – Die Lazzaroni. – Die italienischen Benefizvorstellungen. – Aufstand in Kalabrien. – Abmarsch dahin.
- XVIII. Erster Feldzug in Kalabrien. – Portici. – Salerno. – Eboli. – Cosenza. – Die Schlacht bei Maida. – Scheußliche Behandlung und Martern der den Briganten in die Hände gefallenen Gefangenen. – Die schrecklichsten Augenblicke meines Lebens. – Gräßlicher Insurgentenkrieg und Verwüstungen. – Fra Diavolo. – Ich nehme seinen Adjutanten gefangen. – Seine Galanterie gegen zwei französische Offiziersdamen. – Rückkehr nach Neapel. – Fra Diavolos Gefangennehmung und Hinrichtung.
- Namenregister. Erster Band.
- Fußnoten.
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