Nachdem in den letzten Jahrzehnten eine ganze Literatur über die deutschen
Eigennamen erblüht ist, habe ich den Versuch gemacht, die wesentlichsten
Ergebnisse der bisherigen Forschungen, soweit sie die Familiennamen betreffen,
einem größern Kreise, dem der Gebildeten überhaupt, in möglichst
übersichtlicher und handlicher Form darzulegen. Demgemäß schildert der erste
Teil dieses Buches zusammenhängend die deutschen Familiennamen nach ihrer
Entwickelung und ihren Klassen, während der zweite Teil eine lexikalische
Zusammenstellung der wichtigsten Bildungselemente (und Namen) enthält.
Die Grundlage dieser Darstellung bilden zunächst die einschlagenden Werke von
Förstemann, Pott, Abel, Stark, Andresen, denen sich für die Namen der zweiten
und dritten Schicht der freilich oft unkritische Vilmar anreiht. Wenig Ausbeute
lieferten im allgemeinen die Namenbücher, welche den Wohnungsanzeiger irgend
einer Hauptstadt, meist in ziemlich oberflächlicher Art, behandeln. Als
entschieden wertvoller erwiesen sich dagegen einige Arbeiten in Jahresberichten
höherer Schulen.