Albert ist eine Erzählung von Lew Nikolajewitsch Tolstoi aus dem Jahr 1858.
Albert ist ein sehr begabter Musiker, der arbeitslos ist und weder Geld
noch Obdach hat. Delesow, ein wohlhabender Mann, ist so begeistert von
der Musik Alberts, dass er ihm Obdach anbietet. Nachdem sie sich zwei
Tage lang gut unterhalten und zusammen getrunken haben und Albert Geige
gespielt hat, beginnt ein Streit das gute Verhältnis zu zerstören:
Delesow verbietet seinem Hausangestellten, dem stark alkoholabhängigen
Albert weiterhin Wein und Schnaps zu geben und Albert aus dem Haus zu
lassen. Die gute Absicht Delesows, Albert aus seinem elenden Leben zu
retten, wird von Albert allerdings als böswillig aufgenommen und so
verlässt dieser, nachdem er dem Hausangestellten die Schlüssel gestohlen
und sich damit Zugang zu einer Flasche Schnaps verschafft hat, mitten in
der eiskalten Nacht das Haus von Delesow und läuft betrunken durch die
Straßen. Auf dem Weg zu Anna Iwanownas (einem Dienstmädchen) Wohnung
fällt es ihm schwer, seine starken Visionen und die Wirklichkeit
auseinanderzuhalten. Am Ende legt er sich auf die Türschwelle der
Wohnung, weil ihm der Einlass verwehrt wurde. Betrunken und bewusstlos
wird Albert von zwei Gästen, die die Wohnung verlassen, aufgefunden.
Albert, nach wie vor in seinen Visionen gefangen, denkt, dass er nun
begraben würde, als man ihn aus Angst, dass er erfrieren könnte, in die
Wohnung trägt.