Bauern, Bonzen und Bomben ist der Titel eines Romans von Hans Fallada, der
1931 im Rowohlt-Verlag erschien. Im Text verarbeitet Fallada die historischen
Ereignisse um die schleswig-holsteinische Landvolkbewegung und deren Boykott
der Stadt Neumünster, über die er 1929 selbst als Hilfsjournalist einer
Lokalzeitung berichtet hatte, verlegt die Handlung aber in eine fiktive
pommersche Stadt Altholm.
Dieses Buch ist ein Roman, also ein Werk der Phantasie. Wohl hat der
Verfasser Ereignisse, die sich in einer bestimmten Gegend Deutschlands
abspielten, benutzt, aber er hat sie, wie es der Gang der Handlung zu fordern
schien, willkürlich verändert. Wie man aus den Steinen eines abgebrochenen
Hauses ein neues bauen kann, das dem alten in nichts gleicht, außer dem
Material, so ist beim Bau dieses Werkes verfahren.
Die Gestalten des Romans sind keine Fotografien, sie sind Versuche,
Menschengesichter unter Verzicht auf billige Ähnlichkeit sichtbar zu machen.
Bei der Wiedergabe der Atmosphäre, des Parteihaders, des Kampfes aller gegen
alle ist höchste Naturtreue erstrebt. Meine kleine Stadt steht für tausend
andere und für jede große auch.