Mit Bildern.
Vorliegende Erzählung ist ein Teil eines großen, aber niemals von dem Dichter
vollendeten Novellenzyklus, „Das Vermächtnis Kains“, der nach Sacher-Masochs
eigenem Ausspruche „eine bilderreiche Naturgeschichte des Menschen sein
sollte“. Das Ganze sollte in sechs Unterabteilungen zu je sechs Novellen
zerfallen, für welche die Obertitel „Die Liebe“, „Das Eigentum“, „Das Geld“,
„Der Staat“, „Der Krieg“ und „Der Tod“ vorgesehen waren. Sacher-Masoch hatte
sich somit ein sehr hohes Ziel gesteckt, er wollte in diesen geplanten
Erzählungen alles Menschenleid und -schicksal in seinen verschiedensten
Möglichkeiten und Ausdrucksformen schildern und zugleich in der Schlußnovelle
eines jeden Teiles die Antwort auf die behandelte Frage und deren Lösung geben.
Von dem gesamten Werke liegen nur die beiden ersten Teile „Die Liebe“ und
„Das Eigentum“ abgeschlossen vor. Von den andern existieren nur Bruchstücke.
Die „Venus im Pelz“ gehört als fünfte der Novellen zu dem Zyklus „Die Liebe“.
Der Dichter schildert hierin die Erlebnisse eines Idealisten und Phantasten
zugleich, den sein Unstern in den Bannkreis eines herzlosen und brutalen Weibes
treibt.