Mit diesem Buch gelang ihm der internationale Durchbruch und finanzielle
Sicherheit. Fast zwanzig Jahre war Conrad auf Mäzene zusätzlich zu seinen
Einnahmen aus den weltliterarisch bedeutsameren Romanen und Erzählungen, die er
zuvor veröffentlicht hatte, angewiesen.
Der Roman ist in zwei Teile gegliedert, so wie es der Untertitel bereits
ankündigt. Das Besondere ist die raffinierte Erzählweise. Conrad entfaltet hier
in höchster Perfektion seine schon aus Lord Jim bekannte Standpunkttechnik.
Kapitän Marlow (bekannt aus Herz der Finsternis, Lord Jim und Jugend) schildert
– aus der Perspektive einer zufälligen Ferienbekanntschaft – das Schicksal von
Flora de Barral. Dem Leser bleibt es überlassen, die Zusammenhänge zwischen den
Ereignissen herzustellen. Als die Heldin Kapitän Roderick Anthony kennenlernt,
keimt im Leser die Hoffnung auf, dass die beiden – trotz aller Bedenken ihrer
Umgebung – miteinander glücklich werden können.
Aus all den Ereignissen des ersten Teils entwickelt sich jedoch erst im
zweiten Teil der innere Konflikt des Romans und das „Thema vom schrankenlosen
Walten des Zufalls im Leben der Menschen“.