Hier, lieber Leser, hast Du einige kleine Bruchstücke aus dem Tagebuche
meiner Reise durch Schweden, die einst zu den glücklichsten Erinnerungen meiner
alten Tage gehören wird. Du wunderst Dich nicht, wenn ich von den Menschen und
Dingen, und selbst von der äußern Natur, etwas ausführlich rede; ich müßte
dadurch, was an mir liegt, manche rohe und unwürdige Begriffe, die man von dem
schönen Lande und dem braven Volke hat, zerstören helfen. Du fragst mich nicht,
warum ich von manchen Dingen Dir nichts melde, von welchen Du gern etwas hören
mögtest und von welchen Du meinst, daß ich Dir etwas berichten könne. Zu dieser
Frage hast Du kein Recht, denn schweigen oder sprechen, wie ich will, ist meine
Sache. Wenn Du hier und da etwas liesest, was Du vorher von Schweden nicht
geglaubt und gewußt hast, so denke nicht, daß ich lüge oder schmeichle; Beides
kann ich für meine Zeit zu wenig: aber Einen Fehler habe ich, den ich gern
nicht haben mögte, den Fehler, zu irren; und ich gestehe ihn sogleich ein, auf
daß mir die Sünde vergeben werde. So gehab Dich wohl und freue Dich mit mir,
wenn Du kannst.