Ich will denen, die es von mir hören mögen, ein wenig von einem lieben
Freund erzählen, so gut ich es kann. Denn Worte sind ja immer nur ein
Erinnern und fassen es selten, was unser Herz am meisten bewegt hat. Worte
sind arme Läufer, die den Wind und die Gebärde und die Sehnsucht einfangen
wollen — arme Läufer hinter dem Schicksal her und durch Sternennächte, in
denen man Gott sucht oder das Glück oder der Seele letzte Seligkeit.
Darum können sie nur bedingt vermitteln, und aus dem Wort muß sich der
Hörer das Wesen, aus dem Einzelereignis eines Lebens das Ganze formen.
Vielleicht erwächst so aus den Einzelgeschichten von und über Georg
Rosenkreutz dem, der ihnen nachgehen mag, seine Gestalt. Wie aus allem, was
ein Mensch tut und spricht, nur nachfühlender Wunsch endlich sein letztes
Wesen und seine tiefsten Worte hören kann — jene tiefsten Worte, die
niemals gesprochen werden.