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Title: Der Wolf in der Hürde Author: Rene Schickele Title-Search: Amazon.DE Buchfreund.DE ZVAB.COM Terrashop.DE Tags: Gesellschaft+Soziales Serie: Das Erbe am Rhein (René Schickele) (#3) Publisher: Fischer Taschenbuch Verlag Der Wolf in der Hürde Rene Schickele zu lesen, ist ein Vergnügen. Denn Schickele war ein Poet, ein wirklicher Dichter, ein großer Erzähler - ungebärdig und schmiegsam, luxuriös und lyrisch, humorvoll und sinnlich, elegant und sprühend vital. Bei der Lektüre springt ein Funke auf den Leser über, so brandfrisch ist alles geblieben, was er schrieb, alles. Dabei war Deutsch seine Schulsprache. Seine Muttersprache war Französisch. Er stammte aus dem katholischen Elsaß. 'Grenzvögel sind zweisprachig', sagte Schickele. Das deutsche Lied, so gestand er, habe ihn verführt, in deutscher Sprache zu schreiben. Der 'Exotismus' Goethescher Prosa habe ihn verleitet. Schließlich vertrieb ihn die brausende Barberei deutscher Militärmusik aus seinem Haus in Deutschland, aus der deutschen Sprache. Sein letztes Buch heißt 'Le Retour' - Die Heimkehr. 'Die deutsche Literatur verlor einen Dichter, wie er seit Wieland, Heine und Jean Paul selten wurde. Die guten Deutschen vergessen gern, daß Poesie und Witz, Vernunft und Grazie zur Hochzeit wie geschaffen sind.' So Hermann Kesten. Alle Romane von Rene Schickele sind Liebesromane. Aber man erwarte sich nicht allzu leichte, nur leichtsinnige Kost. Schickele mochte das Milieu der Revoluzzer, der Anarchisten und Bombenschmeißer - solange es spannend war. Er liebte den Luxus, mondäne Farben, politische kluge Köpfe. Doch über alles hat er die Liebe gestellt, das härteste aller Themen für den Erzähler. Mit anderen Worten, es muß in die bergende und austragende Hand des Dichters der gesamte Weltstoff hinein und durch sie hindurch, damit er so einfache und schöne Sätze wie diesen schreiben kann: 'Manchmal, bei Nacht, wohnte ein Vogel in ihrer Kehle, der aus dem Schlaf heraus sprach - kleine, zärtliche Sätze ohne Anfang und Ende. (Helmuth de Haas in 'Die Welt') Die aus den Bänden Maria Capponi (1925, zunächst unter dem Titel Ein Erbe am Rhein erschienen), Blick auf die Vogesen (1927) und Der Wolf in der Hürde (1931) bestehende Romantrilogie thematisiert am Beispiel des elsässischen Adelsgeschlechts von Breuschheim den deutsch-französischen Gegensatz. In der Antinomie der verfeindeten Brüder Claus und Ernst von Breuschheim wird der Gegensatz einer pazifistischen, zwischen den Staaten vermittelnden und einer unnachgiebig nationalistischen Haltung dargestellt. Mit dem Werk trat Schickele für seine Idee der Überwindung des Revanchismus und der Verständigung der europäischen Völker ein. Dabei wird in der Gestalt Claus von Breuschheims die Fähigkeit des Elsässers zum Ausgleich zwischen Deutschland und Frankreich herausgestellt. Download: ePub (467kB) |