Lene wohnt mit ihrer alten Pflegemutter Nimptsch in einem kleinen Häuschen
auf dem Gelände einer Gärtnerei in der Nähe des Zoologischen Gartens in
Berlin. Bei einer Bootspartie lernt sie Baron Botho von Rienäcker kennen.
Während des Sommers kommen sich die beiden näher und verlieben sich rasch.
Das Paar genießt seine Verliebtheit, Lene ist realistischer und gibt ihrer
Liebe nicht, so wie Botho es vorgibt zu tun, eine große Chance für die
Zukunft. Nach einigen Treffen mit Lene wird der Baron per Brief eines Tages zu
einer Unterredung mit seinem Onkel Kurt Anton von Osten bestellt. Dieser
erinnert ihn daran, dass er seiner reichen Cousine Käthe von Sellenthin so
gut wie versprochen ist.
Eine gemeinsame Landpartie zu Hankels Ablage scheint zum Höhepunkt in Lenes
und Bothos Beziehung zu werden. Als jedoch Bothos drei Freunde Balafré, Serge
und Pitt mit ihren Mätressen „Königin“ Isabeau, Fräulein Margot und
Fräulein Johanna hinzukommen, bemerkt der Aristokrat, dass er in der
Öffentlichkeit aufgrund der vorhandenen Standesunterschiede keinen
natürlichen Umgang mit Lene pflegen kann, und die Stimmung des Paares
verschlechtert sich nachhaltig. Bald darauf erhält Botho einen Brief seiner
Mutter, welche die prekäre Finanzlage der Familie bemängelt und Abhilfe
durch die Heirat mit Käthe empfiehlt, so dass sich Botho von Lene trennt.
Lene, die dieses von Anfang an kommen sah, hat Verständnis für Bothos
Entschluss. Botho resigniert, und Lene entsagt.
Einige Wochen später heiratet der Baron seine Cousine, wobei ihn vor allem
Vernunftgründe dazu bewogen haben. Bald bemerkt er die Oberflächlichkeit
seiner Ehefrau, der es zudem an Ernsthaftigkeit fehlt. Als Lene ihren
ehemaligen Geliebten zufällig von weitem auf der Straße sieht, beschließt
sie, das Stadtviertel zu verlassen.
Im neuen Stadtviertel lernt Lene den Fabrikmeister Gideon Franke kennen.
Nachdem dieser ihr einen Heiratsantrag gemacht hat, erzählt Lene von ihrem
Vorleben. Franke, ein etwa fünfzigjähriger Sektierer, der schon einen
Amerikaaufenthalt hinter sich hat, ist geneigt, über diese Vorgeschichte
hinwegzusehen, sucht aber dennoch Botho in dessen Wohnung auf, um sich von der
Beziehung zu Lene erzählen zu lassen. So erfährt Baron Botho vom Tod der
Frau Nimptsch und besucht anschließend deren Grab, um dort den ihr
versprochenen Immortellenkranz niederzulegen.
Botho verbrennt, von alten Erinnerungen aufgewühlt, Lenes Briefe und die
Blumen, welche Lene mit einem Haar von sich zusammengebunden hatte. Dennoch
kann dieser symbolische Akt seine Sehnsucht nach seiner ehemaligen Geliebten
nicht beseitigen. Der Roman endet damit, dass Botho mit einer kleinen
Bemerkung – anlässlich der Hochzeitsanzeige Lenes und Gideon Frankes in
einer Zeitung – zu Selbsterkenntnis kommt: „Gideon ist besser als
Botho.“