Wie im »Grafen von Monte Christo«, dem wohl bekanntesten Roman Alexandre
Dumas’, wird auch in diesem vom Umfang her bescheidenen Bericht über das
Schicksal des Galeerensträflings Gabriel Lambert eine Zeit lebendig, die nach
der Revolution von 1789 und der Konsolidierung der bürgerlichen Herrschaft
durch Napoleon I. zu einer stürmischen wirtschaftlichen Entwicklung und einer
tiefgreifenden sozialen Umschichtung führte. Durch die gesellschaftlichen
Umstände selbst zum Verbrechen verleitet, wird Gabriel das Opfer einer
Entwicklung, die wie ihn damals Hunderttausende Franzosen ruinierte: Das
Wolfsgesetz »jeder gegen jeden« betraf nicht nur die »oberen Kreise« im
Kapitalismus der »freien Konkurrenz«, sondern wirkte sich in allen Kreisen
der Bevölkerung aus.