Die Glücksritter ist eine Novelle von Joseph von Eichendorff, die gegen
Ende 1840 im zweiten Jahrgang des „Rheinischen Jahrbuchs für Kunst und
Poesie“ in Köln als letzte zu Lebzeiten des Autors publizierte Erzählung
erschien.
Anno 1648 in Halle und ein Stück saaleabwärts: Der Postillon peitscht Herrn
Klarinett von der fahrenden Reisekutsche herunter. Der blinde Passagier fällt
in einen blühenden Garten. Darin stiehlt er einer Gesellschaft eine Flasche
Wein und eine Torte von der Tafel, verstaut sie in seinen Mantelsack und
flieht. Klarinett wird von den Tortebesitzern bis nach Halle hinein verfolgt.
Dort beziehen die Verfolger von dem ewigen Studenten Suppius[4] Prügel. Der
Raufbold hatte Klarinett für einen Kommilitonen in Not gehalten. Der
Tortendieb ist aber ein wandernder Musikus. Gleichviel, der Errettete gibt
Suppius von seinem Diebesgut ab. Die Freundschaft ist besiegelt.