Altneuland ist ein utopischer Roman des österreichischen jüdischen
Publizisten Theodor Herzl (1860–1904), der erstmals 1902 in Leipzig erschien.
Herzl war der Begründer des politischen Zionismus und präsentierte in diesem
Roman sechs Jahre nach seinem sachlich-konzeptuellen Buch Der Judenstaat seine
Utopie einer jüdischen Gesellschaftsordnung in Palästina.
Den Titel des Romans sieht Aḥad Haʿam in seiner Buchkritik von der Prager
Synagoge Altneuschul abgeleitet, deren Name wiederum eine Verballhornung des
ursprünglichen Namens Al Th'nai Schul sei. Der Legende nach wurde diese
Synagoge unmittelbar nach der Zerstörung des Tempels in Jerusalem durch
Jerusalemer Auswanderer erbaut, die die mitgebrachten Steine vom Jerusalemer
Tempel als Fundament verwendeten. Dabei wurde der Th'naj (Bedingung)
verabredet, "daß sobald der Messias kommt und die Vertriebenen in ihre Heimat
zurückkehren, das Haus abgerissen und die Grundsteine wieder nach Zion gebracht
werden."