Lieber Leser!
Ich führe dich nach Umbrien.
Und indem weiß ich, daß du mit Italien im Kriege stehst.
Aber nicht mit dem Italien dieser Blätter! Nicht mit der lieben Agna von
Trevi, noch mit dem armen Einsiedler und noch ärmern Papst Peter Morone.
Nicht einmal mit des Königs Prinzeßchen, und schon gar nicht mit den Pilgern
im Sabiner Gebirge, den Jüngern Sankt Benedi kts oder den einsamen Bauern der
Campagna. Die haben nie Krieg gewollt. Die teilten ihr letztes Brot mit dir u
nd sagten zum Abschied: Pace! so echt, wie das Friedenswort sonst nirgends
schallt.
Glaube mir, sie leiden wie du!
Aber es kommt der Tag der Bruderschaft, so wahr der Morgen stärker als der
Abend und das Herz besser als der Verstand ist. Und dann wird auf irgendeinem
Sankt Bernardinpaß sich das Du wieder begegnen, das nordische und das
südliche, das Du des gleichen Adam, und sich die Bruderhand reichen.
Bis dahin, wenn dich Bitterkeit beschleicht, verweil dich ein wenig in
diesen Kapitelchen vom Frieden zum Frieden! Pace!