Die vorliegende Schrift ist die Erweiterung einer Ansprache, die am 18.
März 1921 im Verein der Freunde Indischer Weisheit gehalten wurde. Diese
Gemeinschaft wurde von Theodor Springmann, dem Übersetzer der
Bhagavatgita, begründet, bevor er am 16. April 1917 bei den Kämpfen am
Chemin des Dames gefallen ist. Seine hinterlassene Schöpfung, der Bund
der Freunde, will, auch nach dem beklagten Tode seines ersten
Vorsitzenden, Paul Deußen, die Weistümer des Veda dem Abendlande
bewahren, um den Boden zu bereiten für die edelste Frucht kommender
Geschlechter: die Versöhnung der unheilvoll auseinandergesprengten beiden
Weltpole; der wach bewußten Vernunft im christlichen Abendland mit der
dunkeltiefen Lebensnähe des uns heute entfremdeten Ostens. ...