Trotzdem habe ich es mir sehr reiflich überlegt, ob über die Kunst, als
Reisender Erfolge zu erzielen, ein Buch geschrieben werden kann, das dem
Reisenden und den vielen Angestellten, die Reisende werden wollen, das
sein kann, was die bis jetzt erschienenen Hamburger Handelsbücher bereits
Tausenden geworden sind. Ich bin schließlich an die Arbeit gegangen, weil
ich aus eigener Praxis wußte, wie schwer es zumal dem angehenden
Reisenden ist, alle Erfahrungen zu sammeln, deren Fehlen oft so teuer
bezahlt werden muß. Ich wußte, daß auch ältere Berufsgenossen sich ihre
Tätigkeit durch mancherlei Reiseunarten erschweren. So hoffe ich, daß das
vorliegende Buch sowohl den Angestellten, die sich aus der Enge des
Ladens und aus der Einförmigkeit des Kontores hinaussehnen, die nach der
freieren, unabhängigeren und besser bezahlten Stellung eines Reisenden
streben, manche Fingerzeige, als auch dem älteren „Reise-Onkel“
wenigstens hier und da noch Anregung geben wird. Ich habe darauf
verzichtet, „Kniffe“ und sogenannte Kniffe breit und ausführlich zu
behandeln. Abgesehen davon, daß manche dieser „Kniffe“ wirklich nicht
sehr empfehlenswert sind, glaube ich, daß schließlich jeder Reisende
seine Methode selber bilden muß und wird. Ein Kniff, den sich der eine
vielleicht noch leisten kann, würde den anderen Reisenden schwer
schädigen. Ein Buch kann und soll auch nicht die Erfahrung ersetzen.