Dass ich auch ein »Philosophisches Taschenbuch« liefern soll, habe ich
nur insofern verschuldet, als ich mich dagegen nicht energisch genug
sträubte. Dass ich aber diesen Beitrag selbst durch meinen Nekrolog
einführen soll, das habe ich auch mir selbst zuzuschreiben. Denn als der
Herr Verleger mich in seine Verlegenheit einweihte, jemanden zu finden,
der mich dem philosophisch interessierten Publikum vorstelle, entfuhr es
dem Zaun meiner Zähne: »das könnte ich selbst am besten besorgen.« Bei
Gott, es war nicht ernst gemeint! Wenn es nun aber der Herr Verleger
ernst nimmt, so geschieht mir das ganz recht.
[…]
Die Aufsätze »Zur Theorie des Geisteskampfes« entstammen einer Zeit, da
ich mich noch auf Küstenschifffahrt beschränkte und also mit den
Bewohnern des Festlands noch mehr Verkehr und Fühlung hatte. Deshalb habe
ich das Verhältnis zum andern Geisteskämpfer darin noch wichtiger
genommen, als ich es jetzt nehme. Und deshalb stellt sich der
Geisteskampf darin noch harmloser dar, als er in Wirklichkeit ist. Doch
finde ich jetzt, nach 25 Jahren, nichts darin, das ich nicht gesagt haben
möchte und zurücknehmen müsste. Und ich kann sie auch wieder abdrucken
lassen, da ich sie immer noch lesenswert glaube.