Izzy´s freie Bibliothek - Unter dem Römerhelm by Franz Treller

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Title: Unter dem Römerhelm

Author: Franz Treller

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Tags: Historisches

Publisher: Union Deutsche Verlagsgesellschaf

Unter dem Römerhelm
Untertitel: Erzählung aus der Zeit Kaiser Domitians für die reifere deutsche Jugend
Autor: Franz Treller
Herausgeber: Union Deutsche Verlagsgesellschaf
Auflage: Dritte Auflage
eBook Ersteller: Izzy's eBook Library
eBook erstellt: 2023-01-30
Quelle: Project Gutenberg

In den letzten Jahren hatte Friede zwischen Römern und Katten geherrscht, denn am Oberrhein gebot ein römischer Legat, Antonius Saturninus, der den Germanen wohlgesinnt war, freundliche Verhältnisse zu den Katten anbahnte und den Frieden mit ihnen zu erhalten wußte.

Doch Antonius Saturninus war, wohl gerade wegen seines guten Zusammenlebens mit den Katten, beim Kaiser Flavius Domitianus, dem Nachfolger des edlen Titus, beschuldigt worden, er plane eine Erhebung gegen ihn mit Hilfe der ihm unterstellten zwei Legionen und seiner Verbündeten, der Katten. Der mißtrauische Tyrann in Rom, der persönlich dem Legaten übelgesinnt war, sandte, ohne zu prüfen, auf den bloßen Verdacht hin die pannonischen Legionen gegen Saturninus, ließ den überraschten und zur Verzweiflung getriebenen Mann nach kurzer Gegenwehr der diesem ergebenen Legionen hinrichten und sein Haupt öffentlich ausstellen.

Als die Katten von der Gefahr ihres Freundes Saturninus erfuhren, wollten sie ihm zu Hilfe eilen. Der stark angeschwollene Rhein machte dies leider unmöglich; Saturninus war vernichtet, ehe sie den Fluß überschreiten konnten.

Seit diesen Vorgängen – die Absicht der Katten, dem Legaten zu Hilfe zu kommen, war nicht verborgen geblieben – herrschte in Rom eine feindselige Stimmung gegen sie. Monate vergingen und es herrschte Stille an der Grenze, aber es war die Stille vor dem Sturm. Die klugen Kattenfürsten freilich waren auf der Hut und überwachten die Vorgänge im Römergebiet mit scharfem Auge.

Kunde war jetzt zu ihnen gedrungen, daß der Römer seine Kriegscharen am Rhein in Moguntiacum (Mainz), Confluentes (Koblenz) und Bona (Bonn) auffallend vermehre, und Domitian seinen besten Feldherrn, den von den Legionen Asiens und Iberiens vergötterten Ulpius Trajanus, zum Legaten am Oberrhein ernannt habe. Vorsicht war also geboten, um das Land zu schützen, und die Häupter der Katten waren dessen eingedenk.

(aus der Einführung)

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Last Update: 30-01-2023 17:36
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