Izzy´s freie Bibliothek - Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner by Fjodor Michailowitsch Dostojewski

home Start Page
authors All books by Fjodor Michailowitsch Dostojewski
cover

Title: Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner

Author: Fjodor Michailowitsch Dostojewski

ISBN: 978-3862674749 Amazon.DE Buchfreund.DE EuroBuch.COM

Title-Search: Amazon.DE Buchfreund.DE ZVAB.COM Terrashop.DE

Tags: Gesellschaft+Soziales, Humor

Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner
Originaltitel: Село Степанчиково и его обитатели
Autor: Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Jahr: 1859
Genre: Roman
Quelle: MobileRead

Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner (russ. Село Степанчиково и его обитатели) ist ein Kurzroman von Fjodor Dostojewski aus dem Jahr 1859.

(Wikipedia)

Die Erzählung Gut Stepanchikowo und seine Bewohner, für deren Fertigstellung Dostojewski fast zwei Jahre brauchte, erschien erstmals im Jahre 1859 in der Zeitschrift Otetschestwennyje Sapiski. Ein Jahr später wurde der Kurzroman ohne Änderungen als Buch veröffentlicht. Bei den Zeitgenossen Dostojewski hinterließ Gut Stepanchikowo keinen bleibenden Eindruck. Erst nach seinem Tod erhielt es Anerkennung von Kritikern und Lesern. Besonders die Figur des scheinheiligen Heuchlers Foma Opiskin wurde zum Gattungsnamen in der russischen Literatur.

(Amazon)

Wie "Onkelchens Traum" stammt auch die längere humoristische Erzählung "Das Gut Stepantschikowo und seine Bewohner" von 1859, nach Dostojewskis Rückkehr aus der Verbannung und seiner eher unseligen Eheschließung mit Marja Dmitrijevna.

Geschildert wird aus der Sicht des zu seinem Onkel Rostanew auf das Gut Stepanitschkowo gerufenen Neffen vor allem das Schmarotzer-mäßige Treiben eines dreisten Bediensteten dieses ehemaligen Obristen mit Namen Foma Fomitsch Opiskin, der sich - nachdem bisher schon das Leben ihm übel mitgespielt habe, nunmehr zu einem wahren Moralapostel und heimlichen Herrscher des Gutes aufwirft. Der zu gute Mensch Rostanew zieht sich über diese Konkurrenz Opiskins lauter Nichtsnutzer und Blutsauger heran, die sich alle eher auf dessen Seite schlagen, um eigene Vorteile besser durchsetzen zu können. Die Situation droht schließlich zu eskalieren, als Foma Fomitsch die heimliche, wenn auch erwiderte Liebe des Gutsbesitzers zur Erzieherin seiner Kinder aus erster Ehe aufdeckt als eine ungehörige Verführung. Es kommt endlich zur gewitterumtosten Revolte des Herrn gegenüber seinem Knecht mit Austreibung Fomitschs und allerdings raschen Gewissensbissen Rostanews. Da aber schließlich Opiskin selbst das Techtelmechtel zum Ehebund segnet, endet alles doch noch versöhnlich.

Dostojewski schildert an diesem Foma Fomitsch eine psychologisch interessante These: "Wer weiß, vielleicht ist diese bis ins Ungeheuerliche entwickelte Eigenliebe nur ein falsches, früh verkrüppeltes Empfinden der eigenen Menschenwürde, die zum erstenmal vielleicht schon in der Kindheit durch fremdes Joch, Armut, Schmutz oder Verachtung mit Füßen getreten worden ist?" Lange vor Sigmund Freud erweist sich hier die tiefe Menschenkenntnis Dostojewskis, sicherlich vermittelt über eigene negative Erfahrungen mit seinem Vater wie auch den Eindrücken in der sibirischen Verbannung.

(Amazon Rezension)

Download: ePub (310kB) 

Last Update: 16-11-2011 14:36
Bitcoin Liberapay
Created by miniCalOPe