»Es muß zugegeben werden, daß ›Mit den Augen des Westens‹ allein schon
durch den Ablauf der Ereignisse ein historischer Roman geworden ist; er
befaßt sich mit Vergangenem.« So beginnt die ›Vorbemerkung des Autors‹,
1920 geschrieben, zehn Jahre nach Vollendung des Werkes - die Revolution,
deren Wetterleuchten sich in ihm spiegelt, war unterdessen Wirklichkeit
geworden, die zaristische Herrschaft, deren Düsterkeit es schildert,
vernichtet, der Bolschewismus,dessen Wesen Conrad ebenso fremd, ebenso
russisch schien, ihr Nachfolger. Doch der »Ablauf der Ereignisse«
vermochte nicht die Substanz des Buches, die Gültigkeit der Darstellung
und mancher Erkenntnisse anzugreifen. ›Mit den Augen des Westens‹ bleibt
ein ›politischer‹ Roman: der dritte der großen politischen Romane des
Dichters.