Der Rahmen um diese fünf Silhouetten ist ein barocker; doch nicht um dieses
Rahmens willen sind diese fünf kleinen Bilder auf eine Tafel zu setzen; es wird
nicht an eine verschwundene Zeit erinnert aus Kuriosität: weil sie anders war,
als die unsere ist. Ich habe vielmehr auf Beziehungen zu weisen gesucht, die
über das oft nur episodisch Bedeutsame Einzelner hinausgehend in die neuere
Zeit weisen und in dieser noch lebend wirken. So schien mir Bodmer als der
Empfinder des Wortes bedeutsam und Wieland, diese schöngeistige Summe des
achtzehnten Jahrhunderts, für die leichte Grazie der Rede; Heinse gab ihr die
sinnliche Leidenschaft, Sturz die elegante Gebärde des Weltmanns, und Moritz
die starke Reizbarkeit des Neuropathen. Alles dieses sind Elemente des
deutschen Schrifttums, die eine noch nicht verbrauchte Tradition zum Anfang
brachten und bestimmten.