Der junge deutsche Maler Ferdinand R. aus M. hat sich in einem Dorf
über dem Zürichsee eine kleine Wohnung gemietet und ein Atelier
eingerichtet und lebt dort mit seiner Frau. Der tiefe Frieden erweist
sich als trügerisch. Er erhält per Post in seinem Haus einen
Stellungsbefehl aus Deutschland. Seine Ehefrau Paula redet ihm ein, er
müsse dem Befehl nicht nachkommen, denn er sei ein freier Mann in einem
freien Land. Kanonenfutter für den weiteren Krieg gegen Frankreich sei
aus der Schweiz nicht zu haben. Ferdinand ist anderer Ansicht. Gehorsam
macht er sich auf den Weg in sein Heimatland. An der Staatsgrenze aber
hat der Maler eine erschütternde Begegnung mit schwer verwundeten
französischen Soldaten. Vor dem Übertritt über die Grenze besinnt er sich
und kehrt zurück zu seiner Frau Paula.
Der pazifistisch geprägte Text hat einen autobiografischen Hintergrund.
Stefan Zweig hatte den Wehrdienst verweigert. 1918 gestattete Österreich
dem Autor die Ausreise in die Schweiz. Ab dem 9. März wohnte Stefan Zweig
für ein Jahr im Hotel Belvoir in Rüschlikon über dem Zürichsee. 1918
erhielt er eine Ausreiseerlaubnis aus Österreich in die Schweiz.