Als Rudin, „ein armer Mann ohne Rang“, auf dem Lande im Hause der
Gutsbesitzerin Darja Lassunskaja erscheint, werden seine klugen Reden von
manchem Mitglied des versammelten russischen Landadels mit offenem Munde
verfolgt. Geradezu verzückt wird der Ankömmling, der in Heidelberg und
Berlin studiert hat, als wortgewandter Philosoph gefeiert. Die Hausherrin
beklatscht Rudins Sieg im Wortgefecht über den verkrachten Beamten
Pigassow. Leshnjow erzählt Darja Lassunskaja aus Rudins Leben. Rudins
Vater, ein armer Gutsbesitzer, war früh verstorben. Rudins Mutter darbte
fortan und starb vereinsamt. Leshnjow hat in dem Gespräch keine hohe
Meinung von dem alten Studienfreund. Auch gegenüber Alexandra Lipina
schildert er Rudin als einen Menschen kalt wie Eis, der den Feurigen
spiele…