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Die drei Nüsse von Clemens Brentano

Beschreibung:

Die drei Nüsse

Autor: Clemens Brentano, 1778-1842

Jahr: 1817

Genre: Kurzgeschichten

Quelle: Project Gutenberg



Im Herbst 1665 werden im Hause des Bürgermeisters Maggi in Colmar Nüsse
geknackt. Bei der Gelegenheit stellt der Hofmeister den drei Söhnen des
Bürgermeisters eine Aufgabe. Der Spruch
Unica nux prodest, nocet altera,
tertia mors est ist ins Deutsche zu übersetzen. Ein Alchemist auf der
Durchreise, der mit bei Tisch sitzt, erschrickt heftig über das Latein und
stürzt aus dem Zimmer. Maggi stellt den Alchemisten zur Rede. Der winselt um
Gnade. Er sei ein Verbrecher, der unters Schwert gehöre. Der Alchemist bittet
Maggi, ihn nicht zu verraten und zieht unbehelligt weiter nach Basel. Ein Jahr
später - wieder werden Nüsse geknackt - kommt Amelie dü Pont ins Haus.
Amelie will sich in Colmar als Apothekerin niederlassen. Diese Frau, die
einmal schön gewesen sein muss, erschrickt vor einem Bild, das der jüngste
Sohn des Bürgermeisters gemalt hat. Es zeigt die Szene, die der Alchemist
gemacht hatte und ist mit dem Spruch von den drei Nüssen untertitelt. Amelie
erzählt Maggie ihre Geschichte. Sie war in Lyon mit einem Apotheker
verheiratet gewesen. Dieser frönte der Alchemie. Die Ehe blieb kinderlos.
Amelie hatte einen Liebhaber - Ludwig. Den hielt sie für ihren Bruder. Der
Apotheker überraschte das Liebespaar neben einer Kapelle unter einem
Nussbaum, gerade als die beiden zum Abschied Nüsse knackten und dazu den oben
genannten Spruch hersagten. Der Ehegatte erschoss Ludwig und floh ins Ausland.
Maggi will diese Geschichte eines Inzests nicht glauben. Amelie erzählt
weiter: Weil der Geliebte ihr Bruder gewesen wäre, hatte sie den Apotheker
geheiratet. Der Flüchtige lebte nach dem Mord jahrelang als Laborant an
nordeuropäischen Höfen, kehrte nach Lyon zurück und stellte sich. Vor
seiner Exekution bat er Amelie, bei Maggi Schutz zu suchen. Dicht neben jener
Kapelle unter dem Nussbaum wurde der Apotheker enthauptet, nachdem er noch den
lateinischen Spruch ausgesprochen hatte. Bürgermeister Maggi, tief gerührt,
erblickt den Siegelring an Amelies Finger und forscht nach. Ergebnis: Maggi
und Amelie sind Bruder und Schwester. Die Amme hatte ihn mit dem Söhnlein des
Mechanikus Maggi vertauscht. Amelie führt Maggi den Haushalt und geht nach
dessen Tod ins Kloster St. Clara zu Colmar.



(Wikipedia)



"Unica nux prodest, nocet altera, tertia mors est": Eine Nuss nützt, die
zweite schadet, der Tod ist die dritte.



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