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Die Mappe meines Urgroßvaters von Adalbert Stifter

Beschreibung:

Die Mappe meines Urgroßvaters

Autor: Adalbert Stifter

Jahr: 1842

Genre: Erzählung

Quelle: MobileRead



Man darf in Stifters "Mappe meines Urgroßvaters" sein "Lebensbuch" sehen -
ein Werk, das ihn fast sein ganzes Leben begleitet. Hier erreichte Stifters
Stil eine höchste Sublimierung, eine "Einfachheit der Antike" wie im
"Nachsommer", aber ohne auf romantische Elemente zu verzichten. Zuerst
novellistisch geplant und in einzelnen Stücken 1841 und 1842 veröffentlicht,
in einer zweiten Fassung in den "Studien" publiziert, wuchs "Die Mappe meines
Urgroßvaters" mehr und mehr an, bis sie noch wenige Wochen vor dem Tod des
Dichters eine letzte, unvollendete Fassung erhielt. Er erzählt in den acht
Geschichten seiner "Mappe" vom Leben des Landarztes Augustin, eines Mannes von
einfacher Herkunft und edler Gesinnung, und verknüpft diesen Bericht kühn
mit der Geschichte eines gräflichen Geschlechts leidenschaftlicher Männer,
das erst mit dem letzten Nachkommen zur Ruhe, zum Dienst an den Mitmenschen
und zu neuer Verwurzelung in der einstigen Heimat gelangt. Die eigentliche
Handlung dieser Erzählung ist für Stifter jedoch weniger wichtig als die
Art, in der die Protagonisten ihr Schicksal meistern. Es geht ihm darum, in
diesem Werk "die Einfachheit, Größe und Güte der menschlichen Seele in
lauter gewöhnlichen Begebenheiten und Verhältnissen" zu schildern.



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