Schilfrohr im Winde
Autor: Grazia Deledda
Übersetzer: Theodor Lücke
Herausgeber: Georg Westermann
Genre: Roman
Thema: Mystik
Stichworte: Sardinien
Quelle: Project Gutenberg
Der Roman erzählt die Geschichte des Knechtes Efix (Abkürzung von Efisio=
Schutzpatron Sardiniens). Efix ist der treue Knecht dreier verarmter adliger
Schwestern. Eine große Schuld aus früheren Jahren bindet Efix an das
Schicksal der Schwestern. Er bewirtschaftet für sie das verarmte Landgut und
aus den Erzeugnissen können alle Beteiligten mehr schlecht als recht leben.
Einen Lohn hat Efix schon lange nicht mehr erhalten, aber er fügt sich
geduldig in sein Schicksal. Als der Sohn der vierten, einst verstoßenen
Schwester auftaucht, setzt Efix alle seine Hoffnungen auf ihn. Er hofft, dass
Giacinto dem Gut wieder zu früherem Stolz und Ansehen verhilft. Aber es kommt
anders …
Die Geschichte beginnt sehr langsam, ergießt sich in seitenlangen
Landschaftsbeschreibungen, ist voll von Mystik, Geistern und Gespenstern. Erst
gegen Mitte des Buches hat man sich in die Erzählung eingefunden und die
Handlung gewinnt an Spannung. Hat man sich erst einmal auf den altertümlichen
und etwas umständlichen Erzählton eingelassen und durchgehalten, dann
erfährt man einiges über die karge Bergwelt Sardiniens, über den Stolz und
die Eigenheiten der Bewohner. Eine Bereicherung, zumindest für mich.
(Kritikatur)
|