Die Feuerprobe
Autor: Ernst Weiß
Herausgeber: Suhrkamp Verlag
Veröffentlicht: 1929
Genre: Roman
Quelle: Project Gutenberg
"Die Feuerprobe" ist ein apokalyptischer Tagtraum, ein allegorisches
Psychotrauma mit befreiendem Ausgang, das sich in wenigen Minuten vollzieht.
Ein Mann erwacht aus einer Art Ohnmacht und rekapituliert einen emotionalen
Läuterungsprozeß, dessen Intensität im Bild einer Brandkatastrophe
veranschaulicht wird. Nach glücklich überstandener Mutprobe (er setzt sein
Leben aufs Spiel, indem er den Flammenherd durchdringt, um den Schlüssel
eines Hydranten zu erreichen) erschließen sich die unterirdischen
Wasserquellen. Es gelingt ihm schließlich, den traumatischen Brand doch noch
zu löschen und damit ein neues stabilisiertes Verhältnis zur Wirklichkeit,
zu seiner Frau und seinem Kind zu gewinnen.
"Das Feuer ist nicht nur die rein persönliche Leidenschaft", schrieb Ernst
Weiß selbst über sein Buch, "die Liebe zu einer schönen Frau ohne Güte, -
das Feuer geht weiter, auch der Unschuldige leidet, auch die Sterne des
Weltalls brennen, und der schuldige Mann, der dies alles nur allzu klar
erkennen muß, wird nicht wissen, wo er sein Haupt zur Ruhe betten soll, wo er
mit der Arbeit seiner Hände beginnen kann, wo er seinen Frieden findet, -
bevor er sich nicht bewährt hat … Ich habe unbarmherzig auch mich selbst
geschildert - vielleicht ist etwas von dieser Unbedingtheit auch in das Werk
übergegangen."
(LovelyBooks)
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