Ein Kreuzgang
Autor: Christian Elster
Bearbeitung: Frida Schanz
Herausgeber: Mosaik Verlag
Jahr: 1922
Genre: Novelle
Quelle: Project Gutenberg
Hätte ich auch nur einmal, nur flüchtig den »Kreuzgang« gelesen oder
erzählt bekommen, hätte ich ihn doch sicher nie wieder vergessen können.
Mit tragischer Gewalt und Folgerichtigkeit wächst diese Novelle aus der
wunderbaren, herrlichen und grausamstrengen norwegischen Landesbeschaffenheit
heraus.
Und wiederum läßt sie die Beschaffenheit dieses harten, herrlichen Landes,
wie keine Reisebeschreibung es vermöchte, vor den Augen des Lesers erstehen […]
Salbjorg, die Frau, die ihr unerbittliches Gewissen zu dem erschütternden
Kreuzgang, der Beichte der über das Verbrechen ihres Sohnes unterrichteten
Mutter, ins Tal über die Fjelde treibt, müßte einen Winter lang mit der
Qual ihres schauerlichen Geheimnisses in winterdunkler, starrender Einsamkeit
darauf warten, daß die tauenden Schneemassen ihren armen Füßen den Pfad an
das tragische Ziel endlich freigeben, wenn sie den schauerlichen Entschluß
nicht noch im ersten Schneetreiben ausführte.
In »Kjeld Horge«, der zweiten Novelle dieses Bandes, heißt es lakonisch,
einer aus dem alten starken Bauerngeschlecht der Horge »wanderte eines Tages
über die Fjelde«, um nach Jahren als geistlicher Hirt des verstreut
liegenden Fleckens ins enge Fjordtal heimzukehren.
(aus der Einführung)
Inhalt
- Ein Kreuzgang
- Kjeld Horge
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