Wilhelm Brinkmeyers Abenteuer
Autor: Rudolf Huch
Herausgeber: Georg Müller
Veröffentlicht: 1911
Genre: Roman
Quelle: Project Gutenberg
Für den Kundigen wird ein gewisser Reiz in der Beobachtung liegen, wie
Brinkmeyer bestrebt ist, sich von den leider etwas zahlreichen dunklen Flecken
seiner Vergangenheit rein zu waschen, wie er bisweilen ein Vergnügen am
Aufschneiden als solchem verrät und wie ihn dann doch wieder an manchen
Stellen die Erinnerung fortreißt, daß er Begebenheiten schlecht und recht
erzählt, wie sie gewesen sein mögen.
(aus der Vorbemerkung des Herausgebers)
könnte es wieder fließend übersetzen; oder wenigstens einigermaßen.
Den Cicero aber getraue ich mich noch heute schlank zu übersetzen. Denn ich
habe eine große Bewunderung für jenen ausgezeichneten Römer und glaube,
daß er weltweiser war als die Schulmeister und Literaten, die ihn heute
gering schätzen. Wie denn die mir von Gott verliehene Gabe einer
Ciceronianischen Beredsamkeit, verbunden mit einer sehr platonischen
Gesinnung, mir mehr als einmal aus schwierigen Lebenslagen herausgeholfen hat.
Der Leser wird zu seiner Zeit das Nähere erfahren.
Was mich nun zum Schreiben veranlaßt, das ist, um es ohne Hinterhalt
auszusprechen, der Undank meiner Mitbürger.
[…]
Kurz und gut: ich will meinen lieben Mitbürgern zeigen, welch einen Mann sie
in dem Winter seines Lebens der Einsamkeit überantwortet haben, damit sie
nackt und kahl in ihrem Undank, ihrer Muckerei und ihrem Pharisäertum vor der
Nachwelt am Pranger stehen.
(aus der Vorbemerkung des Autors)
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