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Goethes Briefwechsel mit einem Kinde von Bettina von Arnim

Beschreibung:

Goethes Briefwechsel mit einem Kinde

Untertitel: Seinem Denkmal

Autor: Bettina von Arnim

Veröffentlicht: 1835

eBook Ersteller: Frodok

eBook erstellt: 2013-10-17

Copyright: Public domain

Quelle: MobileRead



Ein Briefroman



Den Meister der Romantiker, Goethe, hatte sie von Kindheit an auch als ihren
Meister verehren gelernt. Ihre Großmutter war seine mütterliche Freundin,
ihre Mutter seine Jugendliebe gewesen. Von seiner noch in Frankfurt lebenden
Mutter († Sept. 1808) empfing sie deren ganzen Schatz von
Lebenserinnerungen. Auf einer Reise mit ihrer Schwester Meline (v. Guaita)
suchte sie im April 1807 Wieland und Goethe in Weimar selbst auf. Hier
knüpfte sich das schöne Verhältniß, welches sie nach Goethe’s Tode in
dem "Briefwechsel mit einem Kinde", unter Benutzung der zwischen ihnen in den
nächsten Jahren (bis Anfang 1811) gewechselten Briefe dargestellt hat.



Bettina’s Berühmtheit und ihre Stellung in der deutschen Litteratur
wurzeln hauptsächlich in dem "Briefwechsel mit einem Kinde", der bewußten
künstlerischen Reproduction eines novellistischen Stoffes aus dem Leben.
Einer dithyrambisch fortgerissenen Mädchennatur wird die diese bezähmende
Sophrosyne des Dichters gegenübergestellt. Dem Zwecke dieser
Charakterdarstellung entsprechend mußte sie die wirklich gewechselten Briefe
frei bearbeiten, die daher nur als Documente für den Geist der Zeit, nicht
für deren Ereignisse gelten können. Die darin enthaltenen Erzählungen aus
Goethe’s Jugendzeit hat dieser jedoch selbst als Materialien zu "Dichtung
und Wahrheit" benutzt. Auch sonst ist der ursprüngliche Charakter der Briefe
nicht eigentlich verändert; dies ergibt eine Vergleichung derselben mit
Bettina’s gleichzeitigen Aeußerungen, z. B. mit ihrem unverändert
abgedruckten Briefe an Jacobi vom 15. Oct. 1808.



(Gustav von Loeper in: Allgemeine Deutsche Biographie)



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