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Der Flurschütz von Alfred Bock

Beschreibung:

Der Flurschütz

Autor: Alfred Bock

Herausgeber: Egon Fleischel & Co.

Veröffentlicht: 1901

Genre: Roman

Quelle: Project Gutenberg




Soeben haben Vater Daniel – der Flurschütz, zuständig für die Bewachung
der Felder – und Sohn Jakob die Ehefrau und Mutter zu Grabe getragen. Schon
nach kurzer Zeit reist Jakob zurück an die Düsseldorfer Zeichenschule, wo er
gerade eine Ausbildung absolviert, als der Leser erfährt: Dieser junge Mann
hat es faustdick hinter den Ohren. Auf eine einfache Formel gebracht, könnte
man ihn wohl als „Hans Dampf in allen Gassen“ bezeichnen. Ohne Rücksicht
auf Verluste, was auch die Magd Christine zu spüren bekommt – von Jakob
geschwängert, lässt der frischgebackene Vater sie kurzerhand sitzen. Pikant:
Christine wird Hausangestellte beim Flurschütz, der wegen der
Verschwendungssucht des Sohnes mit Jakob bricht.



Doch die Handlung, die mit wunderschönen und lebendigen Beschreibungen des
dörflichen Milieus gespickt ist, spitzt sich zu: Daniel macht Christine einen
Antrag. Die lehnt ab und völlig unerwartet steht der verstoßene Sohn vor der
Tür, um seine Braut zurückzuholen. Klar, es kommt zur Katastrophe, als der
Vater von der Jagd nach Hause kommt und die beiden jungen Leute – bislang
völlig unwissend – in flagranti erwischt: „Der Boden wankt ihm unter den
Füßen. Vor seinen Augen züngeln Flammen. Ein Wirbel rast durch seinen Kopf.
Im Nu reißt er das Gewehr herunter. Knack! schnappt der Hahn. Da kracht der
Schuss. Rittlings schlägt der Jakob zu Boden. Die Kugel ist in den Kopf
gedrungen. Er ist tot!“



Damit endet ein dramatischer Vater-Sohn-Konflikt, bei dem sich Bock nicht nur
als versierter Sprachkünstler sondern auch als geschickter Psychologe
erweist. Bis heute geht von dem Text eine ganz eigene Faszination aus.




(Gießener Anzeiger)



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