Die Bären von Hohen-Esp
Autor: Nataly von Eschstruth
Herausgeber: Atlas-Verlag Köln
Genre: Roman
eBook Ersteller: Izzy's eBook Library
eBook erstellt: 2018-02-12
Quelle: Project Gutenberg
Ihre Geschichten verfolgen didaktische Ziele, indem sie von Irrtümern einer
Kindergeneration berichten, die die Leserin nicht wiederholen soll. So
bewahrheiten sich beispielsweise in Die Bären von Hohen-Esp von 1902 die
Befürchtungen des Vaters hinsichtlich des avisierten Ehemannes, oder folgen
die Kinder dem Vorurteil, das die Eltern lange erfolglos bekämpfen.
Die Geschichte kreist um eine Tochter, die Seeretter gegenüber dem Soldaten
für keines Heldenmutes fähig hält. Erst im letzten Fünftel der Handlung
legt sie ihr Vorurteil durch ein Erlebnis ab und findet dadurch gleichzeitig
zu ihrer Liebe. Der Reifungsprozess, der mit einem didaktischen Anspruch durch
von Eschstruth eingebracht wurde, wird daher durch die gefundene Liebe
belohnt. Dies verdeutlicht, dass in von Eschstruths Romanen kein
emanzipatorischer Anspruch im Sinne der Aufklärung vorliegt.
Dass didaktische Hintergründe oft die Handlung bestimmen, lässt sich an dem
Buch Die Bären von Hohen-Esp nachweisen, das von Eschstruth auf Bitte
Wilhelms II. schrieb, da dieser die Notwendigkeit der Seerettung publik
gemacht wissen wollte. Diese Beweggründe der Autorin lassen sich so
zusammenfassen, dass sie in ihrem Werk im Ganzen eine Rückkehr zu den
"althergebrachten Werten des Adels" propagierte. Es handelte sich dabei um
Werte wie Klugheit, Vorurteilsfreiheit und Hilfsbereitschaft, aber ebenso
Festigkeit im Verfolgen von als Richtig erkannten Zielen. Sie wollte diese
Werte in der jüngeren Generation erneut verankern und hatte insofern einen
restaurativen Impetus, als sie damit in der ausgehenden deutschen Monarchie
den Führungsanspruch des Adels gegenüber dem Bürgertum bekräftigte.
(nach Wikipedia)
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