Nachlaß zu Lebzeiten
Autor: Robert Musil
Herausgeber: Rowohlt
Veröffentlicht: 1936
Genre: Erzählung
Quelle: Project Gutenberg
Auf den Rat des Kunsthistorikers Otto Pächt stellt Musil 1935 eine Reihe von
kurzen Prosatexten und die Erzählung 'Die Amsel' zu einem kleinen Buch
zusammen, das ihn, der vorläufig keinen Abschluß des zweiten Buches des
'Mann ohne Eigenschaften' erkennt, beim Publikum in Erinnerung bringen soll.
Ein Teil der kurzen Texte ('Bilder') wurde schon vor dem oder während des
ersten Weltkrieges konzipiert und für ein Buch vorgesehen. Die meisten
erschienen in Zeitungsfeuilletons der zwanziger Jahre.
Bei der Zusammenstellung der Texte für 'Nachlass zu Lebzeiten' nimmt Musil
außer Titeländerungen auch an zahlreichen Texten erhebliche Änderungen
vor... Zum Titel als der Kennzeichnung des Ganzen bemerkt er, daß er von der
Edition von (tatsächlichen) Nachlässen nichts halte. Was Musil aber in
diesem Band versammelt, ist ja nichts ungedrucktes, das in den Nachlaß hätte
gelangen können, sondern der Wiederabdruck älterer Arbeiten. So ist der
Begriff 'Nachlaß' ironisch zu verstehen (erst recht natürlich als einer 'zu
Lebzeiten')"
(Arntzen, Musil-Kommentar, 140 f.).
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