Florentin
Autor: Dorothea Schlegel
Veröffentlicht: 1801
Cover: Jacques-Louis David (1748-1825) - Porträt des Künstlers Ingres um 1800
Quelle: MobileRead
Florentin ist der einzige Roman von Dorothea Schlegel, der im Januar 1801 bei
Johann Friedrich Bohn in Lübeck anonym erschien. Friedrich Schlegel, der
Ehegatte der Autorin, gab das Buch heraus.
Florentin ist auf dem Wege zum nächsten Hafen. In Amerika will er den
englischen Kolonisten seine Dienste anbieten. Unterwegs hilft er Graf
Schwarzenberg, General in Diensten des Kaisers, aus einer misslichen Situation
während der Jagd. So wird Florentin bei den Schwarzenbergs gastfreundlich
aufgenommen. Gräfin Juliane, die Tochter des Hauses, zeigt dem Durchreisenden
einige Gemälde im Kabinett des Hausherrn. Florentin interessiert sich für
das Bildnis einer Dame. Juliane erläutert, das ist Tante Clementina, die
Schwester ihres Vaters. Florentin bleibt wochenlang und freundet sich mit
Juliane und deren Bräutigam Eduard von Usingen an. Auf Drängen des
Brautpaares erzählt Florentin aus seinem Leben. Vaterlos wurde er vier Jahre
lang in einem Benediktinerkloster erzogen. Als Fünfzehnjährigen gelang ihm
die Flucht. Mit Unterstützung des Marchese, eines Nachbarn, besuchte er zwei
Jahre die Militärakademie. In Venedig hängte er den Soldatenberuf an den
Nagel und wurde Maler. Als Kopf einer Bande intriganter Jugendlicher wurde er
in einen Mordfall verwickelt und konnte nach Rom fliehen. Florentin
schwängerte eine Römerin. Die Treulose trieb ab, verließ Florentin und
erlag den Nachstellungen Se. Eminenz, des Kardinals. Den Verfolgungen des
Kardinals entzog sich Florentin durch die Flucht nach Frankreich. In Paris
schlug er sich als Maler durch. Den Winter verbrachte er in Basel. Dort las
Florentin deutsche Dichter im Original. Er kehrte nach Venedig zurück.
Kurz vor der Hochzeit von Juliane mit Eduard überrascht Florentin die
Hausherrin Gräfin Eleonore mit seiner überstürzten Abreise zu ihrer
Schwägerin, der Gräfin Clementina. Bei der kunstliebenden Gräfin lebt die
junge Betty. Sie nennt Clementina ihre Tante. Betty ist dem "eifersüchtigen,
brauseköpfigen" Rittmeister von Walter versprochen. Schließlich trifft
Florentin die Gräfin Clementina. Es bleibt bei dem erstaunten gegenseitigen
Wiedererkennen. Kein Wort fällt. Florentin weist den Rittmeister in die
Schranken, macht sich davon und ist "nirgends zu finden".
(Wikipedia)
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