Beichte eines Mörders
Autor: Joseph Roth
Herausgeber: Kiepenheuer & Witsch
Jahr: 1936
Genre: Roman
Quelle: Project Gutenberg
Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht ist ein Roman von Joseph
Roth, der 1936 bei Allert de Lange in Amsterdam erschien.
Semjon Semjonowitsch Golubtschik erzählt seine Lebensgeschichte – die
eines Spitzels der zaristischen Geheimpolizei Ochrana. Endlich, alt und grau
geworden, entpuppt er sich als erbärmlicher Pantoffelheld.
(Wikipedia)
"Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht", geschrieben im
französischen Exil, ist eine Parabel auf die Macht des Bösen. Eine ganze
Nacht hindurch lauschen die Gäste des russischen Emigrantenlokals 'Tari-Bari'
in Paris der Lebensbeichte Semjon Golubtschiks, der sich selbst einen Mörder
nennt.
In der Rahmenerzählung geht es zunächst und abschließend um den
Ich-Erzähler, der eher zufällig in das Pariser Restaurant Tari-Bari gerät,
wo sich russische Emigranten einfinden. Zufällig begegnet er auch Semjon
Golubtschik, jenem Möchtegern-Mörder, der schließlich, vom Ich-Erzähler
mehr oder weniger entlarvt, seine Geschichte erzählt: die Geschichte eines
Aufschneiders, skrupellosen Geheimdienstlers - er berichtet einiges von den
Machenschaften der Ochrana, der zaristischen Geheimpolizei - und hoffnungslos
Verliebten.
Der Hörer erfährt, wie Golubtschik allmählich in den Sog des Verderbens
gerät. Das Auftreten des "Leibhaftigen" persönlich gibt der Erzählung eine
eigene Note mit dem kleinen Höhepunkt, dass dieser am Schluss des Romans an
den Ich-Erzähler höchst persönlich herantritt. Golubtschiks Beichte stellt
eine Erzählung innerhalb der Erzählung dar, einen Bericht eines Gereiften
über seine Jugendsünden, die sein Leben zerstört haben und es bis zum Ende
im Griff haben werden. Golubtschik selbst erweist sich gegen Ende nicht nur
als Versager, sondern auch als jämmerlicher Feigling - er, der Agent, der
Unschuldige in den Ruin getrieben hat, um den aufwändigen Lebensstil seiner
Geliebten zu finanzieren.
(Amazon Rezension)
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