Wintergespinst
Autor: Moritz Heimann
Herausgeber: Fischer Taschenbuch Verlag
Jahr: 1921
Genre: Novelle
Quelle: Project Gutenberg
Aus: Märkische Novellen
Der Bauernjunge Franz soll zwei goldene Taler gestohlen haben. Zuhause
bekommt er die volle Strenge seines Vaters zu spüren, obwohl seine Schuld
nicht bewiesen wurde. Für den Vater (einen Quartalssäufer) ist es ein Grund
mehr, in die Dorfkneipe zu gehen und dort Streit zu suchen. Seine Wut lässt
der gewalttätige Mann jedoch vor allen Dingen regelmäßig zu Hause aus. Sein
ältester Sohn hat schon vor Jahren im Zorn das Elternhaus verlassen und
arbeitet bei einem anderen Bauern als Knecht, um der väterlichen Gewalt zu
entgehen.
Als für die Familie die Grenze der Erträglichkeit überschritten ist, weil
sie um Leib und Leben fürchten müssen, entschließt sich die Mutter, ihren
ältesten Sohn zurückzuholen. Inzwischen selbst ein starker Mann geworden,
weist er den Vater in die Schranken, doch das Trinken kann er ihm nicht
verbieten. Auch wird die Unschuld von Franz am Diebstahl der Goldstücke
bewiesen, da man den wirklichen Dieb überführen kann. Nun scheint endlich
alles besser zu werden, doch das große Unglück lässt nicht lange auf sich
warten.
(Amazon Rezension)
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