Bernados erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, das unter höchst
fragwürdigen Menschen ein fast heiligmäßiges Leben führt. Die Schranke
zwischen Sichtbar und Unsichtbar ist hier gefallen; der Leser
überschreitet sie, ohne es zu merken, so sehr erweist sich in dieser
»Freude« die Innenwelt als faßbare Wirklichkeit. Wohl in keinem andern
seiner großen Romane erreicht Bernanos einen gleichen Grad von Erhellung,
von Tiefe, von Innerlichkeit.