Ist das Herz der modernen Naturforschung eine Schneegrube? Draußen
lachender Frühling — und im Innern ein kalter Krater, in dem auch dann
nur ein Stück Eiszeit dauert?
Ich habe in diesem Buche einmal von einem Besuch in den Schneegruben
des Riesengebirges gesprochen: wie da im Näherkommen die vermeintliche
Schneefläche sich als ein Teppich duftender weißer Blüten erwies.
Wird unsere Zeit diese weißen Blüten wiederfinden ...?
Je nachdem, denke ich, wie sich ihr Natur-Begriff allmählich feststellt und klärt.
Eine Anzahl Tagebuch-Blätter vereinige ich hier, die wenigstens aus dem
Ringen um diese Frage geboren sind. Sie sind durchaus subjektiv, aber ich
tröste mich mit den schönen Worten, die Goethe einst als „Vorschlag zur
Güte“ in seinen morphologischen Heften gesprochen hat.