Die Vergiftung
Autor: Maria Lazar
Bearbeitung: Johann Sonnleitner
Herausgeber: DVB Verlag GmbH
Erstveröffentlichung: 1920
Veröffentlicht: 2020
eBook Ersteller: Izzy's eBook Library
eBook erstellt: 2022-08-24
Quelle: Project Gutenberg
Maria Lazars 1920 erstmals erschienener Debütroman 'Die Vergiftung' ist
eine eigentümlich faszinierende Mischung aus Sittenporträt und
autobiographischer Familiengeschichte. In dreizehn Kapiteln umkreist
dieser wohl einzige expressionistische Roman der österreichischen
Literatur das Leben der 20-jährigen Rebellin Ruth, erzählt von ihren
Ängsten, Hoffnungen und Unzulänglichkeiten, von ihrer zerstörerischen
Liebe zu einem namenlosen, älteren Chemiker und ihrem mit brutaler
Vehemenz ausgetragenen Kampf gegen die Vereinnahmungsversuche der
überdominanten Mutter.
Lazar schrieb ihn 1915, als sie gerade selbst zwanzig Jahre alt war, in
einer vernichtenden Wendung gegen die heuchlerische Lebenswelt des Wiener
Großbürgertums vor Beginn des Ersten Weltkriegs; eine Welt, die sie als
jüngstes Kind einer vermögenden, jüdischen Wiener Familie bestens kannte
- in der sie sich aber niemals wirklich heimisch fühlte.
Man fragt sich, warum und wie das Werk ein Jahrhundert lang der Aufmerksamkeit entgehen konnte.
(Sandra Kerschbaumer, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Eine so eigenwillige und eine so starke Sprache hat man lange nicht
mehr vernommen, [.] aber wenn man die Nachbarschaften dieses
außergewöhnlichen kleinen Romans benennen will, dann sind das große Namen
wie Ernst Weiss, Hermann Ungar oder Veza Canetti - kurz: es handelt sich
um eine kleine Sensation.
(Michael Rohrwasser, Wiener Zeitung)
Ein Antibürgerbuch. Ausdrucksstark, expressionistisch [.]
(Peter Pisa, Kurier 196 pp.)
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