Pique-Dame
Originaltitel: Пиковая дама
Autor: Alexander Puschkin
Herausgeber: Georg Müller Verlag
Erstveröffentlichung: 1924
Veröffentlicht: 1927
eBook Ersteller: Izzy's eBook Library
eBook erstellt: 2021-07-13
Quelle: Project Gutenberg
Aus: Die Hauptmannstochter
'Das Phantastische in der Kunst hat seine Grenze und Regel Das Phantastische
sollte sich so viel mit dem Realen berühren, daß man es 'fast' glauben kann.'
Kaum anderswo als in Puschkins Spieler-Novelle 'Pique Dame', über die Fjodor
Dostojewskij dies schrieb, verbindet sich Phantastisches so virtuos mit
realistischer Genauigkeit und präziser Kürze des Stils.
Alexander Puschkins schaurig-böse Erzählung über einen, der gewinnen will, ohne
ein Risiko einzugehen. Am Ende sind es nicht die Karten, sondern die Damen, die
das Schicksal des Spielers bestimmen.
Karten, Würfel, Glücksspiel: Hauptbeschäftigung der russischen Offiziere, zumal
in langen Winternächten. Doch einer sitzt dabei, der nicht mitspielt: Hermann
bleibt, von den Kameraden belächelt, Zuschauer. Bis er eines Tages von der
steinalten Gräfin Anna Fedotowna hört, von der erzählt wird, sie kenne seit
ihrer Jugend das Geheimnis, wie man die Karten zum Gewinnen bringt. Am nächsten
Morgen bezieht er Posten vor ihrem Haus. Die junge Ziehtochter der Gräfin sieht
ihn hartnäckig dort stehen und hält ihn für einen Verehrer. Es folgen Blicke,
heimliche Briefe und schließlich die erste Verabredung, zu der Lisaweta Hermann
ins Haus schmuggelt. Doch der wartet nicht wie verabredet in einem Versteck auf
sie - er eilt sofort los, um die alte Frau zu suchen und von ihr das Geheimnis
zu erpressen. Unheilvolle Ereignisse nehmen ihren Lauf…
|