Man kennt unter gleichem Namen ein kleines Stück vom Dichter des „Käthchen
von Heilbronn.“ Dieses und die hier folgende Erzählung hatten im Jahre 1802 zu
Bern einerlei Veranlassung des Entstehens. Heinrich von Kleist und Ludwig
Wieland, des Dichters Sohn, pflogen Freundschaft mit dem Verfasser, in dessen
Zimmer ein Kupferstich, „La cruche cassée,“ unterschrieben, hing, dessen
Gestalten und Inhalt ungefähr dieselben waren, wie sie unten im Kapitelchen
„das Gericht“ vorgestellt sind. Die ausdrucksvolle Zeichnung belustigte und
verlockte zu mancherlei Deutungen des Inhalts. Im Scherz gelobten die Drei,
jeder wolle seine eigenthümliche Ansicht schriftlich ausführen. Ludwig Wieland
verhieß eine Satire; Heinrich von Kleist entwarf sein Lustspiel, und der
Verfasser gegenwärtiger Erzählung das, was hier gegeben wird.